Stephan Krüger, CDU, Wahlkreis 19
1.Sind Sie dafür, dass auf dem Zeugnis Kopfnoten stehen?
Ja! Anstand und Benehmen sind wichtig. Wer aus der Schule kommt, muß wissen, was sich gehört. Zuspätkommen oder Arbeitsverweigerungen nützen keinem. Die Kopfnoten sind eine Belohnung für fleißige Schüler, sie sind auch eine Chance für schwächere Schüler, die damit zeigen können, daß sie dennoch fleißig und ordentlich sind. Und für die Nachlässigen sind sie ein Warnschuss.
2. Sind Sie für das gegliederte Schulsystem?
Ja! Es hat Deutschland Wohlstand und Respekt in der Welt gebracht, weil es ein sehr gutes Bildungssystem ist. Es ist abgestimmt auf die Arbeitswelt und die danach folgende Berufsausbildung bzw. Studien. Es ermöglicht individuelle Förderungen, hilft den Schwachen und stärkt die Starken.
3. Sind Sie für Ganztagsunterricht?
Ja! Aber auf freiwilliger Basis. Das Wort muss dann nämlich Ganztagsbetreuung heißen. Jedem Elternteil sollen entsprechende Plätze zur Verfügung stehen, damit - so es die Familien wünschen - die Kinder und Jugendlichen betreut werden können.
4. Sind Sie für zentrale Prüfungen?
Ja! Sie gewährleisten uns die Vergleichbarkeit aller Prüfungen und schaffen klare, gerechte Voraussetzungen für alle!
5. Sind Sie für kostenlose Bildung für alle?
Ja, aber: Wer besondere Bildung in Anspruch nimmt, wie ein Studium oder den Abschluss einer Meisterprüfung, und wer danach einem Berufsleben mit höherem Einkommen gegenübersteht, soll einen besonderen Beitrag zu den Kosten leisten. Durch ein gesichertes System mit Finanzierungsmöglichkeiten oder Stipendien wird niemand abgehalten, trotz Studienbeiträgen zu studieren (siehe steigende Studentenzahlen). Außerdem weiß der Kölner: Wat nix koss, dat is och nix. Ein Studium mit einem Kostenbeitrag beschleunigt das Studium und erhöht den Anreiz zum erfolgreichen Abschluss.
6. Sind Sie für eine Senkung des Wahlalters?
Zurzeit nicht. Bei Kommunalwahlen kann man bereits ab 16 wählen. Das ist sinnvoll, leider wird es nur wenig genutzt. Ich stelle mir aber ein Familienwahlrecht vor, wo die Stimme von Eltern für die Zahl ihrer Kinder gewichtet wird. Den Wahlmodus muß man dann aber gesondert festlegen.
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